Leistungen
Hepatologie/Lebersprechstunde
Wir räumen innerhalb der Praxiszeit Freiräume für Gespräche ein, die Lebererkrankungen betreffen. Ein typischer Grund zur Vorstellung in der Lebersprechstunde ist zum Beispiel die unklare Erhöhung der Leberwerte oder eine Gelbsucht.
Um schnell zu einer Diagnose zu kommen, sind Sie als Patient dieser Lebersprechstunde gehalten,
alle verfügbaren Unterlagen über den Verlauf der Erkrankung mitzubringen. Da in der Regel eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt wird, sollten Sie nüchtern sein oder die letzte Mahlzeit vor
5 Stunden eingenommen haben. Führen Sie auch eine möglichst vollständige Liste aller Medikamente mit, die Sie in den letzten 8 Wochen eingenommen haben.
Aufklärungsbogen als PDF
Hepatologie/Leberpunktion
Relativ häufig können Lebererkrankungen nur durch eine Erhöhung der Leberwerte auffallen.
Meistens kann der Arzt mit weiteren Laboruntersuchungen und der Sonographie (Ultraschalluntersuchung des Oberbauches) die Erkrankungsursache herausfinden.
Manche Erkrankungen können jedoch erst durch die Entnahme einer kleinen Leberprobe diagnostiziert werden. Die Probe wird dann feingeweblich (unter dem Mikroskop) untersucht.
Die Leberpunktion ist relativ risikoarm. Durch eine lokale Betäubung ist die Untersuchung nicht schmerzhaft.
Erkrankungen bzw. Fragestellungen, die mit der Leberbiopsie gefunden
oder ausgeschlossen werden können (in Auswahl):
• Ursache einer Leberentzündung, Leberverfettung oder Leberzirrhose
• Frage nach einer Leberzirrhose
• Entzündungsausmaß/Fibroseausmaß bei Virushepatitis
• Stadium einer Hepatitis
• Autoimmunerkrankungen der Leber
• Primär Biliäre Zirrhose
• Abklärung eines Leberherdes (gutartig/bösartig)
Vorbereitung/Untersuchungsablauf:
Die Untersuchung ist ein kleiner, vergleichsweise harmloser Eingriff mit den üblichen "Operationsrisiken".
• 8 Tage vor der Untersuchung Aspirin (ASS) absetzen.
• mindestens 24 Stunden vor der Untersuchung Aufklärung und Einwilligung
• Blutabnahme (Blutbild, PTT, Quick) mindestens 3 Tage vorher
• am Untersuchungstag bitte nüchtern bleiben
• vorhandene Unterlagen (Laborwerte, vorherige Untersuchungen) mitbringen
• auf Wunsch zusätzliche Kurznarkose
• Ultraschalluntersuchung mit Festlegen der optimalen Punktionsstelle.
• Lokale Betäubung nach gründlicher Desinfektion.
• Punktion mit einer feinen Nadel (1.2 mm) unter sterilen Bedingungen.
• anschließend mindestens 2 Stunden ruhen (wichtig) nach 24 Stunden (also am nächsten Tag)
• Wiedervorstellung zur Kontrolle.
Risiken:
Wichtig nach der Punktion ist die anschließende Ruhezeit. Je länger der Patient ruht, desto geringer ist das Risiko einer seltenen Nachblutung (s. Aufklärung und Einwilligung). Sehr selten sind ferner Organperforationen und Bauchfellentzündung als Nebenwirkungen der Punktion beschrieben.
Manchmal tritt nach der Untersuchung ein Schmerz im Bereich der rechten Schulter auf, der sich in der Regel wieder spontan zurückbildet.
Auswertung:
Die feingewebliche Untersuchung dauert ca. 6 Arbeitstage. Das Ergebnis wird unmittelbar Ihrem Hausarzt oder Ihnen in einem erneuten Gespräch mitgeteilt.
Hepatologie/Therapie viraler Hepatitiden
Durch Fortschritte in der Therapie der Virushepatitis B und C sind wir mittlerweile in der Lage, das Virus mit weit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu eliminieren, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Das betrifft vor allem die Hepatitis C. Die Entscheidung zu einer Therapie und deren praktischen Durchführung wird im Gespräch mit Ihnen und Ihrem Hausarzt getroffen.
Simultaninfektionen mit dem HI-Virus oder die Behandlung einer Virushepatitis bei noch bestehender Drogenabhängigkeit bleibt den Ambulanzen entsprechender Zentren vorbehalten!
Chronische Hepatitis C und B:
Abhängig vom Virustyp kann bei der chronischen Hepatitis C mit einer Wahrscheinlichkeit von 55-95 Prozent eine erfolgreiche Behandlung durchgeführt werden. Allerdings dauert die Behandlung zwischen 6 und 12 Monaten und hat immer leichte und selten schwere Nebenwirkungen. Die Entscheidung zu dieser Therapie ist also neben den körperlichen und laborchemischen Befunden vor allem von Ihrer Bereitschaft und Ihrem Willen zur Zusammenarbeit abhängig. Zur Diagnostik vor der Therapie kann eine Leberpunktion gehören, bei eindeutigen Befunden kann hierauf auch häufig verzichtet werden.
Auch in der Behandlung der chronischen Hepatitis B bestehen dank neuer Medikamente bessere Chancen für einen Therapieerfolg. Da die Entscheidung zu einer Therapie bei chronischer Hepatitis B oft eine langjährige Therapie bedeutet, muß bei den Erkrankten vor der Behandlung eine sehr genaue Diagnostik und Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen. Hierzu kann häufig die Leberpunktion einen wichtigen Beitrag leisten.
Hepatologie/Hämochromatose
Es handelt sich um eine häufige Genmutation, die aber nur selten (bei sog. homozygotem Auftreten) zu einer Erkrankung führt. Die Diagnostik ist einfach durchzuführen, die Erkennung der Krankheit ist wichtig, da die Erkrankung unbehandelt oder zu spät erkannt zu einer Leberzirrhose führen kann. Die Behandlung der Wahl ist die Aderlasstherapie. Bei einer Leberzirrhose mit Bauchwasser muss gelegentlich mit einer Punktion eine Entlastung durchgeführt werden (Aszitespunktion).
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