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Helicobacter pylori, kurz HP,
ist ein Bakterium, das im Magen lebend eine chronische Entzündung bis hin zum Magenkrebs verursachen kann. Auch andere Erkrankungen, wie z.B. verschiedene Hautkrankheiten, können mit einer HP-Infektion zusammenhängen.
Nachweis von HP:
Grundsätzlich gilt: keine HP-Behandlung (sogenannte Eradikation) ohne nachgewiesene Erkrankung im Bereich des Magen-Darm-Traktes. Deshalb gehört zu der Erstdiagnostik die Magenspiegelung (Gastroskopie). Das Bakterium läßt sich bei der Magenspiegelung zuverlässig durch Biopsien aus zwei verschiedenen Stellen des Magens feststellen:
1. durch den Schnelltest (CLO bzw. HUT-Test), der in 2-3 Stunden ablesbar ist
2. alternativ durch feingewebliche Untersuchung (Ergebnis nach ca. 6 Arbeitstagen vorliegend)
Nicht immer wird eine nachgewiesene HP-Infektion behandelt. Oft macht das Bakterium nicht krank, sondern wird nur zufällig gefunden.
Bei folgenden Erkrankungen ist eine HP-Eradikation sinnvoll:
• Geschwüre des Magens
• Geschwüre des Zwölffingerdarms
• Magenlymphom
• dauernde notwendige Einnahme von Schmerzmitteln oder Cortison
(- schwere chronische Hauterkrankungen)
(- Magenschleimhautentzündung)
(- Oberbauchschmerzen ohne Entzündung im Magen oder Zwölffingerdarm)
Behandlung der HP-Infektion (Eradikation):
Die Behandlung erfolgt nach einem bestimmten Schema mit 3 verschiedenen Medikamenten, die genau nach dem Behandlungsplan eingenommen werden müssen. Abweichende Einnahme gefährdet den Behandlungserfolg. Vorher müssen Allergien gegen die Medikamente (Antibiotikaallergien) abgefragt werden. Die Erfolgskontrolle wird frühestens 3 Wochen nach Beendigung der Therapie durchgeführt (ansonsten falsche Ergebnisse).
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